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Felgenbremsen

Während die Schaltung Ihnen "nur" das Fahrrad fahren erleichtern soll, sind die Bremsen sicherheitsrelevante Bauteile, die Ihre besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Gegenwärtig sind V-Brakes die populärste Bremsenform am Markt.

Bessere Bremsleistung bei geringeren Bedienkräften gegenüber der Cantilever-Bremse sind die herausragenden Merkmale.

Der Vorteil der V-Brake ist hier, dass die Seilkraft durch den seitlich in einem Rohrwinkel herausgeführten Seilzug nahezu senkrecht auf den Bremsarm wirkt. Somit wird eine höhere Normalkraft in den Backen erreicht als bei der klassischen Cantilever-Bremse, wo das Seilzugdreieck die Seilkräfte unter 45° auf den Bremsarm wirken lässt, was die Normalkraft in den Backen reduziert.

Um Schäden an den Felgen zu vermeiden, sind die Bremsbeläge aus relativ weichen Material. Wenn beim Bremsvorgang kratzende oder kreischende Geräusche auftreten, sollten Sie die Flächen der Beläge untersuchen. Fremdkörper, die sich in den Belägen festsetzen, können zur Beschädigung der Felgenflanke führen. Sie müssen dann unbedingt die Bremsschuhe und die Felge reinigen.

Eine Kontrolle der Bremsen sollten Sie ohnehin regelmäßig vornehmen. Nur so können Sie sich darauf verlassen, dass Sie in Gefahrensituationen rechtzeitig zum Stehen kommen.

Bremsencheck

  • Überprüfen Sie den allgemeinen Zustand der Bremsbeläge und deren Stellung zur Felge
  • Reinigen Sie ab und zu die Beläge mit Schmirgel oder einer Drahtbürste
  • Ersetzen Sie abgefahrene Bremsbeläge
  • Achten Sie darauf, dass die Züge nicht gerissen sind. Wenn einzelne Fasern des Zuges beschädigt sind, müssen Sie den Zug sofort ersetzen (lassen)
  • Achten Sie darauf, dass die Bremsgummis einen möglichst geringen Abstand zur Felge haben. Nur dann hat die Bremse ihre volle Bremskraft.
  • Ziehen Sie regelmäßig die Bremszugbefestigungsschrauben nach

Hydraulische Felgenbremsen besitzen keine Bowdenzüge, sondern Öldruckleitungen. Der sich im Bremsgriff befindende Geberkolben drückt das Öl über die Hydraulikleitung in den Nehmerkolben und dieser presst die Bremsbeläge an die Felge.

Durch die verschleißfreie Kraftübertragung sind hydraulische Felgenbremsen nahezu wartungsfrei. Lediglich die Bremsklötze und die Felge sind Verschleißteile und müssen bei Bedarf regelmäßig ausgetauscht werden. Ansonsten beschränkt sich die Wartung auf eine regelmäßige Inspektion auf Ölaustritt.

Das Mehrgewicht der Bremse belohnt den Fahrer mit besserer Dosierbarkeit und höherer Bremskraft. Das Einstellen der Rückholfeder entfällt, die Belege nutzen sich gleichmäßig ab, weil der Bremsdruck sich gleichmäßig verteilt.

Vorteile im Vergleich zur seilgezogenen Felgenbremse:

  • Gleicher Druckpunkt an der Vorder- und Hinterradbremse (Öl lässt sich nicht komprimieren)
  • Feinfühlig dosierbare, hohe Bremskraft
  • Kein einfrieren der Bremsleitung bei kalten Temperaturen
  • Die Bremsbeläge werden parallel und ganzflächig an die Felgenflanke gepresst (gleichmäßigerer Abrieb)

Nachteile im Vergleich zur seilgezogenen Felgenbremse:

  • höherer Anschaffungspreis und geringfügiges Mehrgewicht

Ebenso wie bei den seilgezogenen Felgenbremsen gilt auch hier:

Um Schäden an den Felgen zu vermeiden, sind die Bremsbeläge aus relativ weichen Material. Wenn beim Bremsvorgang kratzende oder kreischende Geräusche auftreten, sollten Sie die Flächen der Beläge untersuchen. Fremdkörper, die sich in den Belägen festsetzen, können zur Beschädigung der Felgenflanke führen. Sie müssen dann unbedingt die Bremsschuhe und die Felge reinigen.

Eine Kontrolle der Bremsen sollten Sie ohnehin regelmäßig vornehmen. Nur so können Sie sich darauf verlassen, dass Sie in Gefahrensituationen rechtzeitig zum Stehen kommen.

Bremsencheck

  • Überprüfen Sie den allgemeinen Zustand der Bremsbeläge und deren Stellung zur Felge
  • Reinigen Sie ab und zu die Beläge mit Schmirgel oder einer Drahtbürste
  • Ersetzen Sie abgefahrene Bremsbeläge

Ebenso wie die Bremsbeläge verschleißen beim Bremsen mit der Zeit auch die Felgenflanken.

Zum Reinigen der Felge nehmen Sie den Reifen runter. Besprühen sie die Felgenflanken großzügig mit Felgenreiniger und lassen Sie ihn auf eine Unterlage abtropfen. Anschließend polieren Sie die Felge mit einem weichen Tuch.

Verschleißkontrolle mit Verschleißmarkierung

Durchgebremste Felgen sind lebensgefährlich. Die Felgenflanke kann einknicken bzw. aufreißen und schwerwiegende Verletzungen oder Stürze sind die Folge. Deshalb haben fast alle handelsüblichen V-Bremsfelgen eine Verschleißmarkierung. Sobald die schwarze Rille verschwunden ist, tauschen Sie diese Felge unbedingt aus. Manche Hersteller setzen kleine Senkungen als Markierung in die Bremsflanke.

 

Verschleißkontrolle ohne Verschleißmarkierung

Wenn eine Verschleißmarkierung an der Felge fehlt, müssen Sie unbedingt nachmessen. Dies können sie mit einer "manipulierten" Schieblehre/Messschieber selber machen.

Hierzu kleben Sie zwei Kugellager-Kugeln mit Heißkleber auf die Innenseiten der Messbacken. Den nun veränderten Ausgangswert müssen Sie von Ihrem Messwert abziehen.

Ist das Ergebnis kleiner als ein Millimeter, sollten Sie die Felge austauschen.Der Heißkleber lässt sich rückstandsfrei vom Metall Ihrer Schieblehre entfernen.

 
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